Rassengeschichte und -merkmale

Die Spontanmutation, die zu den typischen Locken im Fell der Cornish Rex führte, kam innerhalb weniger Jahre gleich zweimal vor: einmal in Deutschland im Jahre 1946 und vier Jahre später in England. In Deutschland wurden die Jungtiere von den Züchtern zunächst nicht weiter beachtet, während die englischen Züchter die neue Eigenschaft des Lockenfells sofort erkannten und das Jungtier "Kallibunker" mit seiner Mutter rückkreuzten. Nachdem sich die neue Rasse gefestigt hatte, verbreitete sie sich in den nächsten Jahrzehnten schnell über die ganze Welt. Den Namen Cornish erhielt die Rasse nach dem Geburtsland des ersten Wurfs, dem englischen Cornwall. Der Name Rex stammt aus der Kaninchenzucht: Dort werden die Tiere mit gelocktem Fell als Rex bezeichnet. Heute werden Rex-Katzen in mehr als 30 ein- und zweifarbigen Fellzeichnungen gezüchtet, darunter shaded und gestromt.
Rassemerkmale
Aussehen: mittelgroß mit stark gewelltem oder gelocktem Fell
Kopf: leicht keilförmig mit kräftigem Kinn und gerader Nase; gekräuselte Schnurrhaare und Augenbrauen; große, breite, in abgerundeten Spitzen auslaufende Ohren, die mit feinen Haaren bedeckt sind; mittelgroße, mandelförmige Augen in leuchtenden Farben
Körper: schlank und muskulös, lange, schlanke und gerade Beine mit kleinen ovalen Pfoten
Fellbeschaffenheit: kurz und dicht, ein wenig plüschartig, ohne Grannenhaare, vor allem am Rücken und am Schwanz stark gelockt oder gewellt
Schwanz: lang, dünn, spitz zulaufend mit reichlich gelocktem Haar
Fehler: gedrungener Körper, struppiges oder zu wenig gewelltes Fell, nackter oder buschiger Schwanz, unbehaarte Ohren
