Rassengeschichte und -merkmale

In den vierziger Jahren tauchten in Würfen von Siamkatzen amerikanischer Züchter zum ersten Mal auch langhaarige Exemplare auf. Weil das grazile Aussehen dieser Mutante die Züchter an die anmutigen Bewegungen balinesischer Tempeltänzerinnen erinnerte, wurde sie gezielt weitergezüchtet und erhielt den Namen Balinese oder Bali-Katze. In der Folgezeit stabilisierte sich diese neue Rasse. Seit einigen Jahren wird sie auch in Europa von fast allen Katzenvereinen anerkannt allerdings unter anderem Namen wie Javanese oder Mandarin-Katze. Alle drei Namen weisen auf die enge Verwandtschaft mit der Siamkatze hin. Wie diese hat auch die langhaarige Variante einen zierlich schlanken Körper mit geschmeidigen Bewegungen. Das Fell ist elfenbeinfarben, die Abzeichen in den Farben Schwarzbraun, Blau, Rot, Chocolate, Lavender oder Creme. Erlaubt sind auch Tabby- und Tortie-Points.
Rassemerkmale
Aussehen: schlank und grazil mit langem seidigem Fell
Kopf: langgestreckt, schmal mit langer gerader Nase; mittelgroße, mandelförmige, schräggestellte, blaue Augen und große, farbig markierte, weit auseinanderstehende Ohrenmittel
Körper: langgestreckt, stromlinienförmig; zierlich, doch sehr muskulös
Fellbeschaffenheit: lang, fein, seidig und ohne Unterwolle
Schwanz: lang, dünn, peitschenförmig und seidig behaart
Fehler: Knickschwanz, weiße Flecken an Füßen oder Zehen, Unterwolle
